Geschichte des Diakonieverbundes

Die Stiftung Wilhelmstift in Bad Frankenhausen, seit 1896 vornehmlich mit dem Betreiben von Kindergärten und Kinder- und Jugendeinrichtungen und einer Sozialstation in der Region Bad Frankenhausen und Sondershausen tätig, und der Verein Haus Jona Freienbessingen e.V. mit dem Arbeitsfeld Nachsorge und soziale Rehabilitation suchtmittelabhängiger Menschen gründeten am 08. Februar 2000 die Diakonieverbund Kyffhäuser gGmbH und übertrugen ihr ab dem 01.01.2002 alle diesbezüglichen operativen Geschäftsbereiche beider Gesellschafter.
Im Februar 2002 wurde beschlossen, ab 01. Januar 2002 den Diakonieverbund Eisenach gGmbH als weiteren Gesellschafter aufzunehmen, um den Bereich Altenpflege zu stärken.

Als die ersten Geschäftsführer nahmen Frau Inka Münzer und Herr Norbert Otte die Geschicke des Unternehmens in die Hand. Herr Otte war dann nach der Abberufung von Frau Münzer (Mai 2000) bis zu seiner Abberufung im Mai 2016 alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft.
Zum Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Herr KR Klaus Welk gewählt. Er übte dieses Amt bis zum Ende der 4. Wahlperiode des Aufsichtsrates (Februar 2016) aus.
Die Gesellschafterversammlung wählte sich zu Beginn auch einen Vorsitzenden, Herrn OKR Stephan Große, und einen stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Peter Carstädt, vom Diakonieverbund Eisenach. Dieser wurde nach dem beruflich bedingten Ausscheiden von OKR Große im Jahr 2005 zum Vorsitzenden gewählt und hatte dieses Amt bis zum Ausscheiden des Diakonieverbundes Eisenach aus der Diakonieverbund Kyffhäuser gGmbH im Jahre 2009 inne.

Wie alle Einrichtungen, die in solchen sozialen Arbeitsfeldern tätig sind, ist auch die Diakonieverbund Kyffhäuser gGmbH von Anfang an abhängig von den Bedarfen in den umliegenden Kommunen und Landkreisen, von deren sich ändernden Finanzierungsanteilen und von Veränderungen bei staatlichen Regelungen. So gehörten von Anfang an das Erschließen neuer Bereiche, aber auch die Aufgabe bisheriger sowie gelegentliche Umstrukturierungen im gesamten Unternehmen zum permanenten Tagesgeschäft. Manch solcher Maßnahmen brachten jedoch große Herausforderungen mit sich, vor denen die Geschäftsführung stand und die sie mit den Mitarbeitern meistern musste.
Besonders schwierig gestaltete sich die Arbeit der Diakoniesozialstation – auch aufgrund des weit verzweigten Betreuungsgebietes und wegen des ständig zunehmenden Fachkräftemangels.
In Freienbessingen, wo zu therapeutischen Zwecken ökologische Landwirtschaft einschließlich der Vermarktung von Waren aus dem eigenen Schlachtbetrieb betrieben wird, musste permanent umfangreich investiert werden, um der Betreuung der Bewohner und dem Anforderungen an eine solche Landwirtschaft gerecht werden zu können. Die Häuser mit den Wohngruppen im Gelände der Einrichtung wurden über Jahre hinweg modernisiert, weitere Therapieräume geschaffen, neue Gerätschaften angeschafft und eine große Bergehalle für die landwirtschaftlichen Erträge gebaut.
Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit gab es für das Unternehmen anfangs einen Zuwachs an Einrichtungen in der Region, vor allem bei Kindergärten, aber auch bei Außenwohngruppen, z.B. in Nazza, Mihla und in Catterfeld. Während sich manche Außenwohngruppe auf Dauer nicht halten ließ, gab es bei den Kindergärten kaum einen Abgang. Schmerzlich war jedoch, als Ende des Jahres 2016 die Stadt Artern die drei Kindergärten, die bereits vom Wilhelmstift, also vor Gründung der Gesellschaft betrieben wurden, wieder in eigene Trägerschaft übernahm.
Vor allem im Kinder- und Jugendbereich beobachten wir die Entwicklungen im gesellschaftlichen Bereich sehr aufmerksam, um mit entsprechenden geförderten Angeboten bedürftigen Kindern und Jugendlichen und deren Eltern helfen zu können. Dieser Arbeitsbereich ist einem steten Wandel unterworfen und erfordert ständig ein hohes Maß an Flexibilität in unserer Arbeit, der wir uns gern stellen, um diese Aufgaben mit hoher Qualität zu erfüllen.
Im Jahr 2008 übernahm die Diakonieverbund Kyffhäuser gGmbH die insolvent gewordene Jugendwerkstatt Bauhof Halle als Tochtergesellschaft in der Hoffnung, dort die Arbeit optimiert fortführen und ein gutes Angebot etablieren zu können. Die zum Betreiben des Bauhofes vereinbarten Zuwendungen flossen bei bestimmten Zuwendungsgebern immer spärlicher. Diese zunehmend schlechten Zahlungsmodalitäten zwangen die Gesellschaft, im Jahr 2012 diese Tochtergesellschaft wieder zu schließen.

Gegenwärtig stehen an der Spitze der Organe der Diakonie Kyffhäuser gGmbH:
Seit 1. Februar 2017 Herr Hans-Jürgen Scherer als Geschäftsführer. Er wurde eingearbeitet von Herrn Peter Carstädt, den die Gesellschafterversammlung nach der Abberufung von Herrn Norbert Otte zum Interimsgeschäftsführer bestellt hatte,
seit 2009 Herr Sup. i.R. Roland Voigt als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung,
seit 2016 Herr Björn Johansson als Aufsichtsratsvorsitzender.

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